NAZARETH

Sensationskonzert zum 34-jährigen Bestehen des Ducsaal

09.12.2016

 

Pete Agnew trat Anfang der sechziger Jahre mit seiner Coverband „The Shadettes“ in Schottland auf. 1968 entschlossen sie sich, der Band einen eigenen Sound und einen neuen Namen zu verleihen. So entstand aus den Lyrics zu „The Weight“ von „The Band“ der neue Bandname: „I pulled into Nazareth…“
In Dumfermline (Schottland) begann die Karriere der ursprünglichen Besetzung, bestehend aus: Dan McCafferty (Lead-Gesang), Pete Agnew (Bass und Gesang), Manny Charlton (Lead-Gitarre) und Darrel Sweet (Schlagzeug). Im Sommer 1971 fasste die Band den Mut und sprang, mit der finanziellen Unterstützung des Managers Bill Fehliiy, ins kalte Wasser.  Dank ihres ersten Plattenvertrages veröffentlichten sie zwei Alben und fingen mit „Razamanaz“(1973) und „Broken Down Angel“ an eigene Songs zu schreiben.
Ihre einzigartige Interpretation bereits bekannter Songs verschaffte ihnen den internationalen Durchbruch. Mit dem Joni Mitchell Song „This Flight Tonight“ konnten sie die kanadischen Single Charts erklimmen. Die Nazareth Version aus dem Album „Loud And Proud“, produziert von Deep Purpel Mitglied Roger Glover, war schlicht und einfach mehr als ein bloßes Nachspielen des Songs. Auch Joni Mitchell selbst war mehr als begeistert und sagte, es sei von nun an ein Nazareth Song.
Der harte Rock-Rhythmus zog sich durch das 1975 erschienen Album „Hair oft he Dog“, produziert von Manny Charlton. Der gleichnamige Song wurde unabhängig von den eindeutig darauf hinweisende Lyrics zu einer wahren Metalhymne. Der Everly Brothers Hit „Love Hurts“ befand sich ebenfalls auf diesem Album und verkaufte sich über eine Million mal.
Die Band musste über die Jahre hinweg einiges einstecken und vieles lernen. Dass ein Hit in dem einen Land in den Charts Nummer 1 erreicht, in einem anderen kaum wahrgenommen wird, ist nur ein Beispiel. Das passierze nämlich mit dem Song „Love Hurts“, den die ganze Welt liebte, nur nicht England.
Und, ganz unter uns: Der Kleidungsstil der frühen Nazareth-Ära – die Glitzerjacken und Stiefel mit Plateauabsatz – der Prototyp des Heavy Metal Looks, heimste der Band Angst einflößende, sogar lebensbedrohliche Kritik der Fans ein.
Nazareth produzierte eigene Songs und Songs anderer Künstler, die sie auf ein neues Level zu heben vermöchten und sie zu weltweit erfolgreichen Hits machen. Mit „Close Enough For Rock’N’Roll“ und dem schon traditionellen Showopener „Telegram“ waren sie in Kanada mit mehr als fünfzig Gold- und Platinalben die bekannteste britische Band. Auch das US-Label von Nazareth gab ihnen höchste Priorität. 1976 kam Manager Bill Fehilly bei einem tragischen Flugzeugabsturz ums Leben. Mit der Coverversion von „My White Bicycle“ zeigt die Band, dass sie das Talent besaß Songs zu neuem Leben zu erwecken, was sie abermals zurück in die Charts brachte.
Zal Claminson stieg übergangsweise als zweiter Gitarrist in die Band ein und steuerte einen inspirierenden Teil zum zehnten Album „No Mean City“(1979) bei. Das kraftvolle Doppelalbum „Snaz“ , das 1981 in Vancouver aufgenommen wurde, entpuppte sich als ein enormer, internationaler Erfolg. Die Nazareth Besetzung, das sogenannte Sechs-Mann-Orchester, bestand zu jener Zeit aus der ursprünglichen vierköpfigen Band zusammen mit Billy Rank (zweite Gitarre) und John Locke (Keyboard). Sie reisten durch die Welt, gingen zwischendurch ins Studio, um neue Songs aufzunehmen, wechselten Labels und Manger, blieben als Band aber immer bestehen. Der Song „Dream On“ oder „Moonlight Eyes“ wurde in Europa zu einem Riesenhit.  Nach der Russland Tour entschloss sich Manny Charlton die Band nach 22 Jahren zu verlassen.
Mit Bill Rankin als Leadgitarristen ging Nazareth nach einigen Probeauftritten 1992 in Schottland zurüek auf Tournee durch die USA, Russland und Europa. Das erste, in der neuen Besetzung entstandene Album, war „No Jive“, gefolgt von dem sehr gut verkauften Album „Move Me“. Nach der legendären Unplugged Tour verließ Billy Rankin die Band 1994. Der Nachfolger sollte der talentierte, junge Schotte Jimmy Murrsion werden. Ronnie Leahy am Keayboard wurde zum fünften Mitglied von Nazareth. Die nächste Welttournee konnte also beginnen. Nazareth war wieder an der Spitze. Sie brachten das erfolgsgekörnte Album „Boogaloo“ heraus und füllten mit Uriah Heep währen der unschlagbaren „Double Trouble Tour“ erneut ganze Stadien. 1999 ereignete sich der zweite große Schicksalsschlag. Das Gründungsmitglied Darrell Sweet starb plötzlich an einem Herzinfarkt als die Band in die Konzerthalle kam, in der der erste Auftrtitt der „Boogaloo“-Tour stattfinden sollte. Die Tour wurde verständlicher Weise abgesagt. Die Band legte eine Pause ein und einigte sich nach einigen Treffen, dass Darrell es gewollt hätte, dass die Band weiter bestehen bleibt. Der älteste Sohn von Pete, Lee Agnew, wurde von der Band ausgewählt, um den Part des Schlagzeugers zu übernehmen. Die Entscheidung Lee in die Band zu holen kam ganz von allein. Er ist ein überaus talentierter Schlagzeuger, der die Jungs und deren Musik nicht nur bereits kannte, sondern auch wertvolle Tipps von Darrell selbst erhalten hatte. Darüber hinaus entpuppte er sich als hervorragender Songwriter. Mit über 100 Auftritten jährlich behielt Nazareth ihr Tempo der letzten Jahre bei. 2003 beschloss Ronny Leahy das ‚Touren aufzugeben. So kehrte Nazareth zu dem Vier-Mann-Band-Konzert zurück.
Anlässlich des 40-jähjrigen Bandbestehens fand 2008 eine Jubiläums-Tour statt, die mit dem langerwarteten Album „The Newz“ einherging, gefolgt von dem 2011 erschienenn Album „Big Dogz“. Hier konnten sich Jimmy Murrison und Lee Agnew als hervorragende Komponisten und Texter einbringen.
„God Of The Mountain“, ein hoch energetischer Rock Song ist vom Österreichischen Skiverband zum offiziellen Song der Skisaison 2012/13 und der 2013 stattfindenden Alpinen Skiweltmeisterschaft in Schladming gewählt worden. Im Frühjahr 2013 fand in Prag die Kino-Premiere der Film Dikumentation über Nazareths 45-jähriges Wirken statt. Rockumentary „Until We Drop“
Bedauerlicherweise musste Dan McCafferty aus gesundheitlichen Gründen nach einem Konzert in der Schweiz 2013 seinen Rücktritte erklären. Dennoch erscheint im Juni 2014 das von der Fachpresse hochgelobte neue Album „Rock’N’Roll ‚Telephone“ das bereits im Frühsommer in Schottland produziert wurde‚ das letzte mit Dan McCafferety.
Es galt nun eine schwierige Entscheidung zu treffen ob es auch ohne die herausragende Rockstimme von Dan McCafferty für Nazareth weitergehen könne. Gründer und Basslegende Pete Agnew und die langjährigen Bandmitglieder Jimmy Murrison (siet 1994) und Lee Agnew (seit 1999) trugen ihrer Kreativität Rechnung und holten Linton Osborne ins Boot, der jedoch nach einer Stimmbandentzündung die Band bald wieder verließ.
Doch Dinge fügen sich unerwartet. Carl Sentance, die von Fachleuten hochgelobte und kraftvolle Rockstimme konnte nun gewonnen werden und ist seit Februar 2015 Leadsänger von Nazareth. Ein neues Nazareth-Kapitel ist aufgeschlagen und so werden sie auch in Zukunft alte und neue Fans mit ihren Klassiker und neuen Songs begeistern.

VK 29,00 € / AK 33,00 €